Die Familie Endrici, bekannt durch das Weingut Endrizzi im Trentino, suchte in den 1990er-Jahren nach einem zweiten, wärmeren Terroir und fand es in der südlichen Toskana. In den Hügeln der Maremma, nahe Magliano in Toscana, entdeckten Paolo und Christine Endrici zwei Grundstücke – Podere Maremmello und Querciolaia – die zuvor als Weideland genutzt worden waren. Das Land war wild, sonnig, reich an Mineralien und – wie ein lokaler Bauer meinte – voller Schlangen. Seine Bemerkung „Das ist nur eine Serpaia (Schlangennest)“ wurde zum Namen des neuen Projekts.
Die Weinberge von Serpaia di Endrizzi liegen auf sanften Hügeln, die sich in Richtung Tyrrhenisches Meer neigen. Die Böden sind reich an Mineralien, das Klima ist mediterran mit heissen Tagen, kühlen Nächten und ständigem Wind – perfekte Voraussetzungen für strukturierte, aromatisch dichte Rotweine. Angebaut werden vor allem Sangiovese und Merlot, ergänzt durch weitere internationale Rebsorten. Daraus entstehen Weine wie Méria, Serpaiolo, Dono (Morellino di Scansano) und die kraftvolle Cuvée Gran Serpaia, oft mit einem hohen Merlot-Anteil.
Wie im Trentino setzt die Familie Endrici auch in der Maremma auf nachhaltige, umweltschonende Bewirtschaftung mit integrierter oder biologisch orientierter Praxis. Auf synthetische Mittel wird weitgehend verzichtet, die Böden werden schonend bearbeitet und die Biodiversität gefördert. Im Keller liegt der Fokus auf sauberer, präziser Vinifikation und einem Ausbau, der die Herkunft betont: Edelstahl für Frische, kombiniert mit Reife in Barriques und grossen Fässern für Struktur und Komplexität. Serpaia di Endrizzi verbindet so die alpine Weintradition des Trentino mit der mediterranen Kraft der Maremma – ideal für ein Premium-Sortiment mit toskanischem Schwerpunkt.